Amazon investiert massiv in Aurora Innovation

Verkehr im Fluß auf der Straße
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Aurora Innovation wurde von drei Mitarbeiter der weltweit führenden Unternehmen der selbstfahrenden Fahrzeugindustrie – Google, Tesla und Uber. Man entwickelt, eigener Aussage nach, Soft- und Hardware für die nächste Revolution im Transportwesen. In der aktuellen Serie B-Runde konnte das Unternehmen mehr als 530 Millionen Dollar einsammeln. Darunter befinden sich auch „bedeutende Investitionen“ von Amazon und T. Rowe Price Associates.

Aurora Innovation steigert Unternehmenswert auf über 2,5 Milliarden Dollar

Die erfolgreich abgeschlossene Serie B-Runde steigert den Wert des Unternehmens auf mehr als 2,5 Milliarden Dollar. Des Weiteren tritt Sequoia-Partner Carl Eschenbach dem Vorstand von Aurora bei, dem bereits externe Direktoren wie Mike Volpi von Index Ventures, LinkedIn-Mitbegründer und Risikokapitalinvestor Reid Hoffman und Ian Smith angehören.

Lightspeed Venture Partners, Geodesic, Shell Ventures und Reinvent Capital nahmen an der neuen Investmentrunde ebenso teil wie die bisherigen Investoren Greylock und Index Ventures. Aber gerade der Blick auf die neuen Investoren dürfte aufzeigen, was man künftig von Aurora Innovation noch erwarten darf.

Partnerschaften mit dem Volkswagen Konzern, Hyundai und dem chinesischen Elektrofahrzeug-Startup BYTON wurden bereits angekündigt. Des Weiteren hat man seit Gründung des Unternehmens die eigene Personalstruktur spürbar verstärkt, so arbeitet der ehemalige Leiter der Softwareentwicklung von SpaceX Jinnah Hosein mittlerweile für das Unternehmen.

Zwischen VW und Aurora Innovation hatte es bereits in der Vergangenheit Gespräche gegeben. Im Raum stand der Kauf des Start-Ups durch den Automobilkonzern. Zu einer Einigung ist es allerdings nicht gekommen. Dies wird damit begründet, dass das Unternehmen unabhängig bleiben und mit mehr als nur einem Autobauer zusammenarbeiten wolle.

Investment ist notwendig, um „Full-Stack-Lösung“ auf den Markt zu bringen

Aurora wird wahrscheinlich mehr Kapital benötigen, da man eine „Full-Stack-Lösung“ für selbstfahrende Fahrzeuge entwickelt. Die Wahl der Investoren ist also entscheidend.

„Wir versuchen, strategisch zu sein und haben Leute am Tisch, die die Vision teilen, wohin wir als Unternehmen gehen wollen und die verstehen, wie schwer das Problem ist – das ist kein kurzfristiges Spiel – und wissen, dass wir letztendlich mehr Kapital brauchen werden.“ – Chris Urmson, CEO Aurora Innovation

Die Ingenieure von Aurora konzentrieren sich auf die Autonomie der Stufe 4, eine Bezeichnung von SAE International, die besagt, dass das Auto unter bestimmten Bedingungen das gesamte Fahren übernimmt. Die Autonomie der Stufe 4 kann auf verschiedene Weise angewendet werden. Und während die meisten davon ausgehen, dass Autonomes Fahren nur im persönlichen Bereich zum Einsatz kommt, ist vor allem der Einsatz im Warenverkehr von Interesse.

Was seinerseits interessant für Amazon sein dürfte, die bekanntermaßen entsprechend viel Ware von A nach B und wieder zurück zu transportieren. Daher dürfte man davon ausgehen, dass Amazon nicht nur als Geldgeber, sondern auch als strategischer Partner mit an Bord ist.

„Wir sind immer auf der Suche nach Investitionen in innovative, kundenorientierte Unternehmen, und Aurora ist genau das. Autonome Technologien haben das Potenzial, dazu beizutragen, die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter und Partner sicherer und produktiver zu machen, sei es in einem Erfüllungszentrum oder auf der Straße, und wir sind begeistert von den Möglichkeiten.“ – Stellungnahme von Amazon per Mail

Quelle: techcrunch – Amazon, Sequoia invest in self-driving car startup Aurora

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