Volkswagen setzt auf FDTech bei Transformation vom Automobilhersteller hin zum Mobilitätsanbieter

Volkswagen AG

Der Volkswagen Konzern hat sich mit einer Minderheitsbeteiligung am sächsischen Technologieentwickler FDTech GmbH beteiligt. Diese soll VW dabei unterstützen die Transformation vom Automobilhersteller hin zum Mobilitätsanbieter zu vollziehen.

Gegründet wurde FDTech gerade einmal vor einem Jahr in Chemnitz. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 30 Mitarbeiter, die Algorithmen für Systeme im Bereich automatisiertes Fahren entwickeln. Geht es nach Karsten Schulze, CEO und Mit-Gründer von FDTech, möchte man „automatisiertes Fahren für jedermann und überall zugänglich machen“.

Gerade dieser Ansatz dürfte Volkswagen überzeugt haben, dass man in das Chemnitzer Unternehmen investiert. Denn auch diese möchten eine entscheidende Rolle in puncto Mobilität der Menschen einnehmen. Derzeit arbeitet man bei VW daran hochautomatisierte Fahren in die nächste Generation zu bringen.

Es ist der nächste Schritt hin zum autonomen Fahren, wie Friedrich Eichler, Leiter Fahrwerkentwicklung der Marke Volkswagen, zu verstehen gibt. Die Kombination aus dem Expertenwissen von FDTech sowie der Leistungskraft und dem Know-how von Volkswagen als globales Automobilunternehmen kann hier durchaus eine Veränderung bewirken und dazu führen, dass sich VW auf dem Gebiet des autonomen Fahrens weiterentwickelt.

Karsten Schulze und seine vier Mitgründer sind schon lange involviert in die Entwicklung im Bereich Fahrassistenzsysteme. Mit FDTech setzen diese den Fokus auf automatisierte Fahrfunktionen und entwickeln darin Bausteine für Situationsanalysen und Fahrstrategien. Aber auch Simulationen, die Tests erlauben, wie autonome Fahrzeuge auf kritische Fahrsituationen reagieren, bietet das Unternehmen an. Schulze ist sich dabei sicher, dass das Thema Test und Validierung eine große Rolle in der Entwicklung und für die Akzeptanz des autonomen Fahrens spielen wird.

„Wir möchten automatisiertes Fahren für jedermann und überall zugänglich machen. Wir möchten die Mobilität der Menschen erweitern und auch absichern. Gerade, wenn wir an älter werdende Menschen denken oder auch Personen mit Handicaps. Das ist ein wesentlicher Grund für die Firmengründung und treibt uns auch persönlich an. Da steckt Herzblut dahinter.“ – Karsten Schulze, CEO und Mit-Gründer von FDTech

Gemeinsam will Volkswagen und FDTech am Technologiestandort Sachsen einer der Treiber für automatisiertes Fahren werden. Hierbei wird die Expertise des mittelständischen Tech-Unternehmens in der Entwicklung von Algorithmen für das automatisierte Fahren eine entscheidende Rolle spielen. Vor allem, da man nach eigenen Angaben, „stets mit dem Fokus auf der Machbarkeit in der Serienproduktion“ arbeitet. Hiermit liefert das noch recht junge Unternehmen wesentliche Kernbausteine für die Erweiterung aktueller und die Neugestaltung zukünftiger Mobilität.

Karsten Schulze, CEO und Mit-Gründer von FDTech

Mittelfristig soll die Zahl der Mitarbeiter weiter steigen, bis zu 150 sollen es werden. Von überall her werden diese nach Sachsen kommen. Schon heute besteht das internationale Team aus Deutschen, Franzosen, Pakistanern und Indern. Bald wird auch einen Neuzugang aus Ägypten erwartet. Die Beteiligung ist ein Beispiel dafür, wie der Volkswagen Konzern nicht nur sein eigenes Entwicklungs-Know-how kontinuierlich ausbaut – er setzt außerdem auf agile Startups und mittelständische Unternehmen, um sich weiteres Wissen und Kompetenz anzueignen. Hierdurch können gezielt eigene Wissenslücken ausgeglichen werden, während man sich weiterhin auf die eigenen Stärken konzentriert.

„Im Bundesland Sachsen befindet sich ein Technologieumfeld, das genau in diese Richtung zeigt. FDTech hat ein tolles Netzwerk in der Region, sie kennen die Szene, die Universitäten und Startups. Mit unserer Beteiligung an FDTech sichern wir uns Expertenwissen, das sehr hilfreich bei unserer Entwicklung des hochautomatisierten Fahrens ist.“ – Friedrich Eichler, Leiter Fahrwerkentwicklung der Marke Volkswagen

Aus Sicht von Eichler ist der Invest in FDTech ein wichtiger und vor allem richtiger Schritt. Denn das autonome Fahren ist das Schlüsselthema für die Transformation von Volkswagen vom Automobilhersteller hin zum Mobilitätsanbieter. Eichler geht sogar einen Schritt weiter und gibt zu verstehen, dass dies ein Herzstück des Volkswagens der Zukunft wird.

Quelle: Vision Mobility – Autonomes Fahren: VW will mit FD Tech bei Algorithmen Gas geben // VW AG – Mit Herzblut für das autonome Fahren

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