Autonomiestufe 4 – „Hochautomatisierung“

Photo by Jp Valery on Unsplash

Die meisten Insider kündigen noch im Jahre 2018 den „großen Sprung“ in den Level der Autonomiestufe 4 mit 2020 bis 2022 an. Denn hinter den Türen der Autobauer wird längst daran gearbeitet, getestet und konstruiert.

Diese Fahrzeuge werden demnach größtenteils selbständig ihre Aufgaben erledigen. Die juristisch korrekte Abgrenzung zu der 3. Stufe liegt in jenem Moment, wo der Fahrer eingreifen muss und – im Gegensatz zu dieser – ihn auf absolute Notfälle beschränkt. Im Unterschied zur letzten Stufe, Level 5, bleibt es hier dem Fahrer überlassen, ob er das Steuer übernehmen möchte oder nicht. Diese Definition lässt den Betrachter jedoch noch ratlos bis unwissend zurück. Warum?

Autonomiestufe 4: Definition von Zukunftsmusik

Es ist hier und jetzt natürlich äußerst schwierig, solche Situationen umfassend zu beschreiben. Es gibt aber Beispiele. Der Audi Elaine erreicht etwa diese Stufe. Wer sich seine Ausstattung und Funktionen zu Gemüte führt, weiß, was bald serienmäßig gespielt wird. Doch die Praxis auf den Straßen zeigt uns noch kaum greifbare Exemplare dieser Kategorie.

Jedenfalls handelt es sich bei der obigen Definition um eine gesetzliche Vorgabe, die bei der Zulassung als Fahrzeug der Autonomiestufe 4 vorliegen muss. Künftige Erzeuger werden folglich ihre Fahrzeuge dieser Definition nach ausrichten denn ohne ein Erreichen dieses Levels wird es schwierig, innovativ aufzutreten. Die Schlacht um den Anspruch von Innovation ist ohne Autonomie nicht mehr zu gewinnen.

Zurück zur Praxis: Fahrzeuge der Autonomiestufe 4 bieten eine Optimierung bei der Fahrumgebungsüberwachung – sprich, ein penibles Arbeiten der Sensoren sowie Verbesserungen bei deren Wahrnehmung unter schlechten Fahrbedingungen und insbesondere die Verarbeitung der eingehenden Informationen.

Klar ist auch, dass die Technik heute noch nicht zur Gänze reagieren kann, da die Gesetzeslage in vielen Details noch unklar ist. Ein Abwarten der Hersteller liegt nahe. Die legistischen Vorgaben, wie ein Fahrzeug seine entscheidenden Reaktionen auf Problemlagen m Betrieb umsetzen werden, sind immerhin noch unklar. Es ist hierzu ein breiter Konsens notwendig, und zwar weltweit, um hier genauere Angaben machen zu können.

Dennoch war die Schaffung der Klassifizierungsmöglichkeiten notwendig, um neue Errungenschaften überhaupt einordnen zu können. Und wir wissen: In der 4. Autonomiestufe wird es weiterhin Lenkräder und Gaspedale geben und die Autonomie des Fahrers bleibt zumindest für den Bedarfsfall erhalten.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.