Autonomiestufe 2 – „teilautomatisiertes Fahren“

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In der Autonomiestufe 2 wird „teilautomatisiertes Fahren“ behandelt. Einzelne Aufgaben werden bei diesem Level vollständig an das System abgetreten. Welche das sind, darf an dieser Stelle offenbleiben. Abgeschlossene Einpark-Vorgänge sind ein klassisches Beispiel für diese Kategorie. Sie überschreiten die bloße Hilfsfunktion und übernehmen für die Dauer des jeweiligen Vorgangs das Steuer.

Vorsicht: eine Parkhilfe ist etwas anderes: Eine klassische „Einparkhilfe“ ist nicht gemeint, dabei handelt es sich um bloß assistiertes Fahren der Autonomiestufe 1. Es ist also nicht die Aufgabe an sich, welche zur richtigen Einordnung in Stufen führt, sondern das Ausmaß der Autonomie, welches dabei in Anspruch genommen wird. Auch beim Spurhalten ist eine gänzliche Kontrolle des Systems möglich und ist bei aktuellen Modellen häufig anzutreffen.

Ausstattungen dieser Natur machen ein Fahrzeug zum Repräsentanten für diese Stufe. Der gerne beanspruchte Slogan „Hände frei bei Stufe 2“ versinnbildlicht den Eindruck, welcher bei Autos dieser Klassifizierung ohne Übertreibung vermittelt werden darf. Nicht mehr, nicht weniger.

Definition und Abgrenzung der Autonomiestufe 2

Die Ausführung der Lenkung, Beschleunigung und Reduktion der Geschwindigkeit übernimmt hier das System, während in der Stufe 1 das Fahrzeug und der Fahrer gemeinsam dafür zuständig sind.

Die jeweilige „Handlung“ wird als spezifischer Anwendungsfall bezeichnet, zumal sich diese Teilautonomie ausschließlich auf vereinzelte Aufgaben bezieht. Diese kann, wie oben dargestellt, in unterschiedlichsten Aufgaben liegen. Die oben genannten Beispiele sind stets erweiterbar – je nach neuer technischer Errungenschaft dürfen sich die Konsumenten von morgen auf immer mehr Features dieser Art freuen.

Neues Erleben in der Praxis

Aus Sicht des Lenkers lässt sich der Einsatz dieser Innovationen längst erprobt wie folgt schildern: Beim Geradeausfahren kann man sich getrost zurücklehnen, eigene kleine Fehler werden korrigiert. Das Fahrzeug regelt selbstständig seinen Abstand zum Vordermann.

Es hält dabei eigenständig die Spur – besser, als manch Fahrer, wohlgemerkt: Drängler von hinten oder eine Anzeige wegen Nötigung scheiden garantiert aus. Eine solche hat etwa dann Aussicht auf Erfolg, wenn der Hintermann den Lenker mit knappem Auffahren, Hupen oder Betätigen der Lichthupe drängt, schneller zu fahren oder aber, wie leider allzu oft praktiziert, dem eigenen Vordermann knapp auffahren zu müssen.

Der Witz dabei: Keiner ist deswegen schneller, nur die Folgen bei einem eventuellen Abbremsvorgang des Vordermanns wären fataler. Ein autonom fahrendes Auto zeigt die Grenze des Erlaubten auch dem eigenen Driver.-Gut für alle Beteiligten – mehr Sicherheit durch Autonomie.

Auch bei einem Stau übernimmt das Fahrzeug der Autonomiestufe 2 die Führung: Der Lenker kann sich komplett herausnehmen und anderen Dingen widmen. Er ist nicht mehr gezwungen, aktiv und abwartend am Lenkrad zu sitzen und den Fuß am Gaspedal stillzuhalten. Schluss mit der leidigen Nervensache – hin zu angenehmeren Gedanken.

Autonomiestufe 2: Wo liegen die Grenzen?

Kurz gesagt: Dort, wo es das System als notwendig erachtet: Regen, Eis, diverse abträgliche Fahrbedingungen. In diesem Fall hat der Fahrer parat zu stehen und das Ruder zu übernehmen.

Grund dafür wäre etwa mögliche Verschmutzung der Sensoren. Diesen ergeht es nämlich wie dem menschlichen Auge, wenn es nicht ausreichend geschützt ist. Denn wie eingangs gesagt – die Überwachung der Fahrumgebung bleib in dieser Stufe noch dem Menschen und seiner Wahrnehmung vorbehalten.

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